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17.05.1999 Topstory
Das Bücherupdate

Nachdem sich die Computerindustrie am selbstgeschaffenen Y2K Problem eine goldene Nase verdient, sind auch andere Wirtschaftszweige auf diesen Zug aufgesprungen. So bieten bereits mehrere große Verlagshäuser Rettungsprogramm für Bücher an. Dies fängt bei der Totalrestauration an, und endet beim Do-It-Yourself-Kit. Die Nachrichtenredaktion hat die verschiedenen Dienstleistungen einmal unter die Lupe genommen.

SZ-Repair-Kit
Aus dem Verlag der Süddeutschen Zeitung kommt ein Selbsthilfeset, mit dem man die Rechtschreibung seienr Bücher auf den neusten Stand bringen kann. Es beschränkt sich allerdings auf 10.000 Aufkleber mit den Buchstaben "ss", und einer Abschrift der Neuregelung des ß. Das Raussuchen und Überkleben wird schnell langweilig, und so läuft man Gefahr, das nicht alle Seiten für das neue Jahrtausend gewappnet sind. Ob sich die SZ in SS umbenennen wird, konnten wir nebenbei leider nicht klären.

Interpunktions-Schaben
Aus dem Springer-Verlag kommt eine völlige Neuentwicklung. Mikroskopischen kleine Schaben mit Kenntnissen der Interpunktion. Durch genetische Veränderungen war es möglich das sie alle Regel auswendig können. Die Schaben werden einfach in das Buch gesetzt, wo sie selbständig inzwischen ungültige Zeichen wegfreßen, und mit ihrem Kot die neuen Regel umsetzen. Diese Methode dauert zum einen mehr als 3 Wochen (da die kleinen Schaben sehr lange brauchen ehe sie großen Buchstaben gelesen habe; das Umblättern ist noch schwieriger) und ist zum anderen extrem teuer. Man hofft aus den Schaben einen Impfstoff zu extrahieren, der es Schülern ermöglichen soll ihre Kenntnisse und Fähigkeiten schlagartig zu verbessern.

Die letztgenannte Methoden lösten aber auch harsche Diskussionen bei den Tierschützern aus. So kann es vorkommen, das die armen Schaben auch Schundroman von Barbara Cartland, oder anderen drittklassigen Autoren lesen müssen. Forderungen noch Literaturnachweisen beim Kauf werden laut. Diese sind aber recht überflüssig, da sich in den bisherigen Fällen die Schaben immer übergaben haben, und die Menschheit so von diesem Buch befreit haben.

Dies ist ökologische Zensur, doch manchmal ist es besser, das einem kleine Schaben die Augen öffnen, wen schon das Literarische Quartett versagt.

von: C. Binder

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